Eiskalt gegen Gewalt

Anhand des Trainings soll Jugendlichen ermöglicht werden, ihre Bewertung und Handlungsweise durch Selbstinstruktionen zu beeinflussen und dadurch Alternativen
zu entwickeln. Es soll Jugendlichen dabei helfen, Konfliktsituationen rechtzeitig zu erkennen, einzuschätzen und durch deeskalierende Konkliktlösungsstrategien zu
vermeiden.
 
 
Eiskalt gegen Gewalt

 

Das Projekt in der Praxis

Aggressionen hat jeder Mensch. Dies kann, muss aber nicht auch zu aggressivem Verhalten führen. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig. Unbestritten tragen gesellschaftliche Benachteiligung, Selbstwertverletzungen und Frustrationen zur Entstehung von Aggressionen bei. Viele Jugendliche suchen durch Zuhilfenahme von Gewalt nach Selbstbestätigung. Sie verteidigen ihre Ehre, verschaffen sich Respekt,demonstrieren Stärke und Durchsetzungsfähigkeit, stellen Hierarchien her undsuchen Anerkennung. Die meisten Lernpsychologen vertreten die Auffassung, dass aggressives Verhalten erlernt und somit auch wieder verlernt werden kann. DasTraining dient vor allem dem Ziel, dass beim Auftreten einer kritischen Situation der Blick zuerst nach innen gewandt wird und somit ein Selbstregulierungsprozess
entsteht.

4 Phasen Modell

Neben dem Besuch in der JVA verläuft das Projekt in folgenden Phasen:

  1. Biographie
  2. Konfrontation
  3. Kompentenz
  4. Realisation

Nachhaltigkeit

  1. Kooperation mit dem Hamburger Ausbildungs-Zentrum (HAZ)
  2. Bewerbungstraining
  3. Kooperation mit dem Weissen Ring
  4. Sportprojekt


Das Training ist als multimodales Training konzipiert, das soziales und kognitives Lernen,Lernen aus Erfahrung und aus Konsequenzen zu einem Lernprozess miteinander verknüpft.Es wird versucht, ein Basisverhalten zu vermitteln, das bei der Bewältigung anstehender Entwicklungsaufgaben erfolgreiches Handeln ermöglicht.

Das Training findet in 17 Sitzungen á 3 Stunden in den Vereinsräumen statt. Zu Beginn desTrainingskurses wird mit jedem Trainingsteilnehmer ein schriftlicher Vertrag besprochen und abgeschlossen, der verbindliche Regeln für die Kursteilnahme beinhaltet. Anschließend folgen je sieben Sitzungen Biografiearbeit & Verhaltensauseinandersetzung. In der zweiten Hälfte jeder Sitzung findet außderdem das Kompetenztraining statt.

  1. Reduktion des Aggressivitätsniveaus
  2. Vermittlung von Handlungskompetenzen
  3. Entwicklung eines moralischen Bewusstseins
  4. Förderung pro-sozialer Verhaltensweisen