DAS SIND

UNSERE PROJEKTE

Unsere Projekte werden alle von ehemaligen Häftlingen oder ehemaligen Suchterkrankten durchgeführt. Die Inhaftierten finden zu den Jugendlichen einen ganz besonderen Zugang und machen die Termine zu einem beeindruckenden und nachhaltigen Erlebnis mit einer Wirkung, die normale pädagogische Ansätze nur schwer erzielen können.

JVA-Besuche
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JVA Jugendlicher

JVA-BESUCHE

Den Knast erleben…

Jugendliche besuchen mit ehemaligen Häftlingen Justizvollzugsanstalten und treffen dort auf geschulte aktuell einsitzende Häftlinge.

Die Jugendlichen, die an den Gesprächen teilnehmen, stehen meist am Anfang einer kriminellen Laufbahn. Eltern, Lehrer, Erzieher und Sozialarbeiter sind oft hilflos, überfordert und wissen nicht wie sie ihnen helfen können. Manchmal sind sie auch zu weit vom „realen“ Leben der Jugendlichen entfernt.

Direkt und beeindruckend.

Die Gefangenen bieten den Jugendlichen einen Einblick in ihr Leben, schildern ihre Situation und machen den Jugendlichen damit klar, welche Auswirkungen und Konsequenzen Kriminalität hat. Das GhJ-Team will nicht belehren – es will konfrontieren. Die Medien vermitteln Klischees von Verbrechen und vom Knastalltag, die bei vielen Jugendlichen zur Verherrlichung und Verharmlosung von Kriminalität führen. Die Gefangenen begegnen den Jugendlichen offen und ehrlich und erzählen ihnen von ihrern Biografien, mit denen die Jugendlichen sich meist identifizieren können. Auf diese Weise begegnen sie den Jugendlichen auf Augenhöhe, sodass die Jugendlichen Vertrauen schöpfen und sich den Inhaftierten gegenüber öffnen und anvertrauen.

Bei einem Besuch vor Ort werden die Haftbedingungen und das Leben in Haft durch mediale und persönliche Berichte veranschaulicht, die Lebensverläufe der Strafgefangenen bis zu ihrer Verurteilung dargestellt, sowie Gespräche über Probleme der Jugendlichen in Einzelgesprächen geführt.

Der JVA-Besuch ist in einen Vorbereitungstermin und einen Nachbereitungstermin eingebettet.

Alter: 14-21 Jahre

Getrennte Gruppen: Jungen ODER Mädchen.

Das Angebot richtet sich vor allem an Jugendliche, die bereits auffällig oder straffällig geworden sind.

Typischerweise kommen die Jugendlichen in kleinen Gruppen (7-10 Personen) von einem Träger der Jugendhilfe. Es können auch einzeln betreute Jugendliche in die Gruppen integriert werden.

Vorbereitungstermin

Während des Vorbereitungstermins werden die Jugendlichen über den Ablauf des JVA- Besuchs, sowie über die Verhaltensregeln im Knast aufgeklärt. Anschließend soll Raum gegeben werden, um eventuelle Fragen zu klären. Außerdem werden Fragebögen ausgeteilt, die dem Verein zu Evaluationszwecken dienen.

JVA-Besuch

Die JVA-Besuche beginnen in der Regel morgens.

Folgender Ablauf ist exemplarisch (kann variieren):

  • Einlass und Personenkontrolle  (inklusive Leibesvisitation)
  • Besichtigung der Zellen
  • Einschluss in die Zelle für (max. 15 Minuten)
  • Gefängnisführung
  • Zusammentreffen mit den Inhaftierten
  • Film über das Leben in Haft
  • Vorstellungsrunde, Biographien
  • Geprächskreis
  • Mittagessen (original Gefängnismahlzeit)
  • Persönliche Gespräche

Nachbereitungstermin

Im abschließenden Nachbereitungstermin werden das Erlebte noch einmal verarbeitet. Auch hier wird wieder ein Fragebogen ausgeteilt, den der Verein zu Evaluationszwecken dient.

Besondere Hinweise

Für das Projekt bedarf es einer Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.

Die Teilnahme am Gefängnisbesuch ist nur mit gültigem Ausweis möglich.

Einverständniserklärung

Für die Teilnahme an den JVA-Besuchen sind Einverständniserklärungen notwendig, die von den Erziehungsberechtigten unterschrieben werden müssen.Sie können sich die Einverständniserklärung hier herunter laden. Geben Sie diese bitte den Jugendlichen ausgedruckt mit.

 

GHJ-Einverstaendniserklaerung_Jungen

GHJ-Einverstaendniserklaerung_Maedchen

 

Verbindlichkeitserklärung

Als organisierende Institution benötigen wir einen verbindlichen Auftrag von Ihnen. Bitte schicken Sie uns den Auftrag nach der Terminvereinbarung unterschrieben zu.

 

GhJ Auftrag / Verbindlichkeitserklärung herunterladen

Jugendliche zu Gast in Santa Fu

Gefangene stellen sich Jugendlichen vor…

Ein Vollzugsbeamter zeigt den Jugendlichen, wie es im Knast zugeht

Dieses Projekt bieten wir an folgenden Standorten an:

  • Hamburg
  • Bremen
  • Hannover
  • NRW

Interesse an unseren Projekten? Weitere Informationen und Buchung telefonisch oder per E-Mail.

Schulpräventionsunterricht
Schulprävention GhJ

SCHULPRÄVENTIONSUNTERRICHT

Der Preis einer kriminellen Laufbahn

In den Präventionsunterrichten besuchen Mitarbeiter des Vereins Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen. Sie klären Jugendliche, Schüler und Lehrkräfte über Haftbedingungen, das Leben in Haft, das Abrutschen in das kriminelle Milieu, Jugendgewalt und über Erfahrungen ehemaliger Inhaftierter auf.

Aus der Perspektive der ehemaligen Häftlinge

Schulklassen und Jugendgruppen sollen die schwerwiegenden Konsequenzen und die Perspektivlosigkeit von Kriminalität erfahren. Ihnen soll eine intensivere Auseinandersetzung mit ihrem eigenen (möglicherweise delinquenten) Verhalten nahegelegt werden.

Konsequenzen kriminellen Verhaltens

Den Jugendlichen sollen die Konsequenzen eines Haftaufenthaltes verdeutlicht werden. Ihnen soll deutlich werden, dass die Zeit in der Haftanstalt viele Insassen an persönliche Grenzen führt, dass Angehörige von Inhaftierten Besuche in der JVA als besonders schamvoll erleben, dass der bisherige Freundeskreis der Insassen sich zumeist abwendet, dass die berufliche Zukunftsperspektive negativ ist und dass ausländische Jugendliche sogar von Abschiebung bedroht sein können.

Zielgruppe: Schulklassen und Jugendhilfeeinrichtungen

Alter: 12-21 Jahre

Aus Sicherheitsgründen können die JVA-Besuche nicht mit Schulklassen durchgeführt werden. Dennoch können ausgewählte Jugendliche an dem JVA-Projekt teilnehmen.

Je nach Schulform bzw. Jugendhilfeeinrichtung wird der Präventionsunterricht in seinen Inhalten und in der Durchführung angepasst.

Auch die Präventionsunterrichte werden von ehemaligen Inhaftierten durchgeführt, die aufgrund der eigenen Biografien auf die Jugendlichen authentisch wirken.

Um die Einsichtbereitschaft bei den Jugendlichen zu erhöhen, wird im Rahmen der Präventionsunterrichte von den Gefangenen der Film „Cool, oder?“ (ein Tag in Untersuchungshaft im Zeitraffer) gezeigt. Die Gefangenen berichten von eigenen Erfahrungen, nutzen aber vor allem auch aktuelle Fragen und Probleme der Jugendlichen, die u.a. in verschiedenen Rollenspielen altersangemessen bearbeitet werden.

Bei Bedarf können die Unterrichte auch auf die Schwerpunkte Sucht oder (Cyber-)Mobbing ausgelegt werden.

Besondere Hinweise:

Wir empfehlen die Teilnehmerzahl von 25 Schülern nicht zu überschreiten.

Ein Medienabspielgerät (DVD/Smartboard) ist von Vorteil.

Ein kleiner Ausschnitt unsere Präventionsunterrichtes an Schulen…

Die Schulprävention gibt es in:

  • Hamburg
  • Hannover
  • Schleswig-Holstein

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Eiskalt gegen Gewalt - das Antigewalttraining
AGT / Boxprävention

EISKALT GEGEN GEWALT
- Antigewalttraining

Eiskalt gegen Gewalt ist unser multimodales Anti-Gewalt-Training, welches sich über 17 Termine erstreckt und damit eine besonders intensive und nachhaltige Wirkung erzielt.

Konfliktbewältigung

Konflikte gehören zum Leben; ohne Streit und Auseinandersetzungen kommt keine zwischenmenschliche Beziehung aus. Auffällig aber ist bei aggressiven Jugendlichen, dass diese außer Beleidigungen und Tätlichkeiten wenig Konfliktbewältigungsstrategien zu bieten haben.

Alternativen finden

Unter Anwendung lerntheoretischer Methoden sollen die Jugendlichen dazu befähigt werden, Konfliktsituationen rechtzeitig zu erkennen, einzuschätzen und duch deeskalierende Konfliktlösungsstrategien zu vermeiden. Das Training verfolgt das Ziel die Jugendlichen zu befähigen, beim Auftreten einer kritischen Situation zuerst den Blick nach Innen zu richten. Dadurch entsteht ein Selbstregulierungsprozess, der den Jugendlichen hilft, in Konfliktsituationen besonnen und gewaltfrei zu reagieren.

Das Training ist als multimodales Training konzipiert, das soziales und kognitives Lernen, Lernen aus Erfahrung und aus Konsequenzen zu einem Lernprozess miteinander verknüpft. Es wird versucht, ein Basisverhalten zu vermitteln, das bei der Bewältigung anstehender Entwicklungsaufgaben erfolgreiches Handeln ermöglicht.

Die Ziele

  • Reduktion des Aggressivitätsniveaus
  • Vermittlung von Handlungskompetenzen
  • Entwicklung eines moralischen Bewusstseins
  • Förderung pro-sozialer Verhaltensweisen

Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit  dem Hamburger Ausbildungs-Zentrum (HAZ, Bewerbungstraining) und dem Weissen Ring.

Der Teilnahme kann oder sollte eine gerichtliche Weisung nach §10 Jugendgerichtsgesetz zu Grunde liegen. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt in der Regel unter Beteiligung von Jugendgerichtshilfe und Jugengerichten. Das Training kann aber auch von Institutionen wie Schulen als Ordnungsmaßnahme im Rahmen von §49 Hamburger Schulgesetzt; in Jugendeinrichtungen oder als freiwillige  Erziehungshilfe im Rahmen des SGB VIII eingesetzt werden (sofern die Kosten hierfür übernommen werden). Im Rahmen des §49 HmbSH sind Schulen dazu angehalten, Ordnungsmaßnahmen mit erzieherischen Maßnahmen zu verknüpfen, d.h. im Rahmen einer Klassenkonferenz eird eine Ordnungsmaßnahme (beispielsweise Suspendierung vom Unterricht) und gleichzeitig eine verpflichtende Teilnahme an einem sozialen Trainingsangebot ausgesprochen. Die Zuweisungsregularien müssen in Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg verhandelt werden.

Das Training findet in 17 Sitzungen à 3 bis 4 Stunden statt.

Zu Beginn des Trainingskurses wird mit jedem Trainingsteilnehmer ein Auswahlgespräch geführt, sowie ein schriftlicher Vertrag besprochen und abgeschlossen, der verbindliche Regeln für die Kursteilnahme beinhaltet.

Anschließend folgen je sieben Sitzungen Biografiearbeit & Verhaltensauseinandersetzung. In der zweiten Hälfte jeder Sitzung findet außerderdem das Kompetenztraining statt.

Bestandteil von „Eiskalt gegen Gewalt“ sind auch ein JVA-Besuch sowie pädagogisches Boxen.

Eiskalt gegen Gewalt wird zurzeit nur am Standort Hamburg angeboten.

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Suchtprävention
Trinker Graffiti

DROGEN - FALSCH ABGEBOGEN
Suchtprävention mit ehemaligen "Usern"

Drogen: Ein wichtiges Thema

Das Projekt setzt da an, wo die Jugendlichen am gefährdetsten sind: in der Pubertät. In dieser Lebensphase, wollen sie sich ausprobieren, ihre Grenzen testen und sich vor ihren Freunden profilieren. Angefangen mit Alkohol und Tabak nimmt auch der Gras- und Cannabiskonsum unter Jugendlichen stark zu. Im Durchschnitt konsumiert ca. jeder neunte Jugendliche illegale Drogen. Und nicht zuletzt folgt auf den Konsum von sogenannten weichen Drogen auch allzu oft der Konsum von härteren Drogen wie LSD, Kokain oder Heroin.

Wir wollen Drogenkarrieren durch Konfrontation vermeiden

Die ehemaligen Suchterkrankten, die die Präventionsunterrichte durchführen, haben diesen Weg schon hinter sich. Viele von ihnen sind durch die Drogen in eine Abwärtsspirale geraten, die sie bis in das Gefängnis brachte: Beschaffungskriminalität, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Handeln oder Schmuggeln von Drogen und nicht zuletzt Straftaten, die im Rausch begangen wurden.

Zielgruppe: Schulklassen und Jugendhilfeeinrichtungen

Alter: 12-21 Jahre

Konfrontation mit Biographien

Die Präventionsunterrichte werden von ehemaligen Haftinsassen und Suchterkrankten durchgeführt. Sie erzählen den Schülerinnen und Schülern aus ihrem Leben und zeigen ihnen auf, welche Folgen der Missbrauch von Drogen und Sucht, sowie einhergehendes kriminelles Handeln hat und welchen Preis sie für ihr Verhalten zahlen mussten und immernoch müssen. Familien, finanzielle und berufliche Situation sowie auch psychische und physische Folgen der kriminellen Vergangenheit werden in den Vordergrund gestellt.

Mit Hilfe von Rollenspielen soll die Bereitschaft zur Einsicht der Jugendlichen erhöht werden. Bei den Rollenspielen geht es beispielsweise um die Verjährung von Drogendelikten oder auch um das eigene Verhalten in Gruppen und um die Fähigkeit „NEIN“ sagen zu können.

Einsatz von Filmen

Auch Dokumentarfilme spielen beim Präventionsunterricht eine wichtige Rolle. Filmausschnitte über die Konsequenzen des Drogenmissbrauchs vermitteln eindrucksvoll Bilder und Inhalte, die Anstöße für weiterführende Fragen und Antworten geben.

Reflektion der eigenen Biographie

Durch gezieltes Fragen wird versucht, auf aktuelle Probleme und Fragen der Jugendlichen einzugehen und diese angemessen zu bearbeiten. Die Schüler sollen zu Aussagen Stellung nehmen und diese diskutieren. Zudem sollen die Schüler angeregt werden ihre eigenen Biografien und Erfahrungen zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.

Unser Projekt „Drogen – falsch abgebogen“ wird an folgenden Standorten angeboten:

  • Hamburg
  • Schleswig-Holstein

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Pädagogisches Boxen
Boxen Gewaltprävention
Boxen Gewaltprävention

PÄDAGOGISCHES BOXEN

Pädagogisches Boxen

Auch das pädagogische Boxen wird von ehemaligen Inhaftierten durchgeführt. Das Sportprojekt kann allein für sich stehend durchgeführt oder individuell im Anschluss an einen JVA-Besuch sowie nach einem Präventionsunterricht an Schulen begonnen werden.

Aggressives Verhalten verstehen lernen

Jugendliche, die ein aggressives Verhalten aufweisen und es nicht verstehen, Alltagsprobleme ohne Gewalteinsatz zu meistern, werden dazu gebracht, ihre eigenen Defizite zu erkennen und in sportlicher Hinsicht aufzuarbeiten. Das Projekt wird so gestaltet, dass auf jeden Einzelnen eingegangen wird, aber auch Gruppen als Einheiten entstehen. So soll das soziale Miteinander gefördert werden.

Selbstdisziplin und eigenständiges Handeln in der Gruppe

Über den strukturierten Ablauf lernen Jugendliche Selbstdisziplin kennen. Die Teilnehmer sollen ihre Sportstunde selbst gestalten, indem in der Einführungsrunde der Ablauf des Settings besprochen wird. Dadurch sollen Jugendliche dazu gebracht werden, ihre eigenen Defizite zu erkennen und in sportlicher Hinsicht aufzuarbeiten. Die Sportstunde wird so gestaltet, dass auf jeden Einzelnen eingegangen wird aber auch Gruppen als Einheit bestehen. So soll das soziale Miteinander gefördert werden.

Zielgruppe: Schulklassen und Jugendhilfeeinrichtungen

Alter: 12-21 Jahre

Die Gruppengröße sollte im Idealfall zwischen fünf bis acht Jugendlichen liegen.

Das Boxtraining zeichnet sich durch einfache und klare Strukturen aus. In der Gruppe werden gemeinsam Regeln erarbeitet, die im Verlauf des Trainings für alle Beteiligten bindend sind. Dadurch werden indirekt erste Werte wie Teamfähigkeit, Kommunikation, Toleranz und Respekt vermittelt. Bei mehrmaligen Regelverstößen wird ein Teilnehmer aus der Gruppe ausgeschlossen.

Der Ablauf des Trainings ist in verschieden Phasen gegliedert. Die jeweiligen Phasen haben eine Dauer von 10 bis 20 Minuten.

In der ersten Phase werden zunächst grundlegende Boxtechniken erlernt. Dadurch bekommen die Teilnehmer ein Gefühl für ihren Körper und steigern ihre Konzentrationsfähigkeit. Es wird grundsätzlich Rücksicht genommen auf Jugendliche, die Schwierigkeiten haben, z. B. bei der Koordination. Das Hauptziel der Gruppe ist immer ein Wir-Gefühl.

In der Phase des Fitness-Trainings wird auf die Koordination von Körper und Geist eingegangen und die eigenen Körpergrenzen ausgetestet. Außerdem sollen Ausdauer und Kraft trainiert werden.

Der Trainer passt den Ablauf der Maßnahme auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer an.  Das Training beginnt und endet mit der Befindlichkeitsrunde, damit Missverständnisse oder Streitigkeiten gar nicht erst entstehen.

Ein Sparring (Boxen unter Wettkampfbedingungen) findet nicht statt.

Unser Projekt „Pädagogisches Boxen“ wird zurzeit nur am Standort Hamburg angeboten.

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CyberMobbing
Mobbing

MOBBING & CYBERMOBBING
"Die digitale Gewalt"

Cybermobbing – ein wachsendes Problem

Herabsetzende Kommentare auf Facebook, entwürdigende Videos auf YouTube oder Terror über Smartphones. Cybermobbing kennt keine Grenzen. Was viele nicht bedenken: Cybermobbing ist kriminelles Handeln. Es handelt sich um sogenannte Ehrschutzdelikte (üble Nachrede, Gerüchte, Verleumdung, und Beleidigungen, die im Netz verbreitet werden).

Immer mehr Jugendliche verbringen ihre Freizeit im Internet und knüpfen dort neue Bekanntschaften über Communities, Instant Messenger oder soziale Netzwerke. Die Jugendlichen lernen nicht nur neue Freunde kennen, sie pflegen ihre Freundschaften via Internet. Dies hat zur Folge, dass sich Mobbing in den Cyberspace verlagert.Cybermobbing bietet dem Täter Anonymität und verschafft ihm Sicherheit sein Opfer unerkannt zu terrorisieren. Cybermobbing kennt keine Pause, die Täter können ihre Opfer 24 Stunden am Tag demütigen.

Verstehen, was Cybermobbing ist – und wie soziale Medien sinnvoll genutzt werden

Dennoch bieten neue Medien nicht nur negative Seiten, sondern bringen auch Vorteile und Nutzen mit sich. Daher ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen beide Seiten aufzuzeigen und sich mit dem Nutzen der neuen Technologien auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Außerdem sollen sie dafür sensibilisiert werden, welche Daten sie gefahrenlos ins Netz laden können und an welchen Stellen diese Daten missbraucht werden können. Wenn die neuen Kommunikationsmöglichkeiten von allen Seiten betrachtet werden, können Kinder und Jugendliche die Gefahren besser abschätzen.

Auch das Projekt Cybermobbing wird bei GhJ von ehemaligen Häftlingen durchgeführt. Die Referenten haben eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation im Bereich „Mobbing“ und „Cybermobbing“ absolviert.

Zielgruppe: Schulklassen und Jugendhilfeeinrichtungen

Alter: 12-21 Jahre

Flexibler Ablauf – bedürfnisorientiert

Der Ablauf des Projekts orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und kann individuell gestaltet werden. Die Kinder und Jugendlichen sollen unbefangen von ihren Erfahrungen mit dem Internet erzählen können. Es werden gemeinsam Regeln erarbeitet, die für den Verlauf des Unterrichts für alle Beteiligten bindend sind.Es wird mit allen Teilnehmern ein Stuhlkreis gebildet und es gibt ein kurzes Blitzlicht zum Thema (Cyber-)Mobbing. Im Anschluss daran wird Filmmaterial rund um das Thema (Cyber-)Mobbing gezeigt. Nach dem Film soll die Gruppe dazu angeregt werden über das Thema Mobbing nachzudenken. Als Impulse dienen beispielsweise Fragen wie:

  • Was passiert mit Opfern und Tätern?
  • Welche Gefühle zu den Parteien habt ihr?
  • Was kann man tun, damit so etwas nicht passiert?

Im Verlaufe des Unterrichts werden außerdem verschiedene Rollenspiele durchgeführt, um sich sowohl in die Rolle der Täter als auch der Opfer hineinzuversetzen. Am Ende sollen die Jugendlichen in einer gemeinsamen Abschlussrunde das Erlebte und die neu gewonnen Eindrücke reflektieren.

 

Unser Projekt „(Cyber-)Mobbing“ wird an folgenden Standorten angeboten:

  • Hamburg
  • Schleswig-Holstein

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Deeskalationstraining

DEESKALATIONSTRAINING

Deeskalationstrainings

Mit unserem neuesten Angebot sprechen wir erstmalig als Zielgruppe auch Mitarbeiter von Einrichtungen der Jugendhilfe oder auch Unternehmen anderer Branchen an. Das Deeskalationstraining wird also für Jugendliche und Erwachsene angeboten.

Durch das Deeskalationstraining sollen die Teilnehmer dazu befähigt werden, Gewalt und Agressionen frühzeitig zu erkennen. Auf diese Weise sollen eskaliernde Konfliktsituationen eingedämmt oder gar vermieden werden. Außerdem sollen neue, gewaltfreie Wege der Konfliktlösung vermittelt werden.

Das Angebot kann in verschiedener Weise genutzt werden. Für Mitarbeiter in Einrichtungen der Jugendhilfe kann es auch als „Train the Trainer“-Angebot konzipiert werden und ist somit eine ideale Fortbildung, um Mitarbeiter zu befähigen, das Thema Deeskalation an Jugendliche in der Einrichtung weiter zu geben. Natürlich ist das Training auch eine ideale Möglichkeit Mitarbeitern in Firmen und Einrichtungen bei bestehenden Konflikten untereinander oder mit Jugendlichen neue Wege der Konfliktlösung zu eröffnen.

Mitarbeitergruppen in Firmen und Institutionen

Auch als „Train the Trainer“-Programm möglich

Jugendliche mit hohem Agressions- und Konfliktpotential

Das Training gliedert sich in 5 Phasen:

1. Kennenlernen

Zu Beginn des Trainings, stellen die Teilnehmer sich einander vor. Es werden Stimmungen, Erwartungen, Wünsche und Befürchtungen geklärt und schriftlich festgehalten. Zuletzt stellt der Trainer den Ablaufplan und andere organisatorische Elemente vor.

2. Begriffsdefinition

In diesem Teil geht es darum die Begriffe Aggression, Gewalt sowie Konflikt und Deeskalation zu definieren. Sie sind Hauptbestandteil des Trainings, darum ist es wichtig, dass die Teilnehmer ein klares, gemeinsames Verständnis über die Bedeutung der einzelnen Schlüsselbegriffe haben.

3.Verbale Deeskalation

Ziel ist es, die Teilnehmer dazu zu befähigen, eine Brachialaggression zu verhindern. Ihnen soll vermittelt werden, wie  aggressive Spannungen und innere Not des Klienten durch ein klärendes, entlastendes Gespräch und das Erarbeiten verschiedener Lösungsansätze abgebaut werden können.

4. Theorie-Praxis-Transfer

In der 4. Phase wird das erlernte in einem praktischen Rollenspiel angewandt.  Die Teilnehmer müssen versuchen, eine erfolgreiche Deeskalation durchzuführen.

5. Abschluss

Am Ende wird der Tag nochmal Revue passiert.Wie geht es ihnen nach dem Training? Was haben sie neues gelernt? Was war hilfreich und was nicht? Wurden die Erwartungen und Wünsche erfüllt?

Das Deeskalationstraining wird an folgenden Standorten angeboten:

  • Hamburg
  • NRW

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Multiplikatorenveranstaltungen

MULTIPLIKATORENVERANSTALTUNGEN
- hier lernen Sie uns kennen

Unsere Arbeit erleben

Mitarbeiter von Einrichtungen der Jugendhilfe und Lehrer, die am Angebot des Vereins Gefangene helfen Jugendlichen interessiert sind, haben die Möglichkeit die Arbeit des Vereins und das Knastleben bei einer Multiplikatorenveranstaltung kennen zu lernen.

Überblick über die JVA und das Gefängnisleben

In einem  Gespräch mit ehemaligen Inhaftierten des GhJ-Teams wird die Arbeit des Vereins mit seinen verschiedenen Projekten vorgstellt. Dabei wird ein besonderer Fokus auf das Herzstück des Vereins, die JVA Besuche, gelegt. Die Ex-Inhaftierten erläutern den Ablauf der Jugendgruppen-Besuche im Drei-Phasen-Modell. Außerdem erklären sie den Besuchern was sie den Jugendlichen bei den Besuchen der JVA vermitteln wollen.

Reflektion des eigenen Lebens

Die ehemaligen Inhaftierten erzählen außerdem von ihren eigenen Biografien und über die Beweggründe, warum sie die Arbeit des Vereins unterstützen.

Eine Auswahl an Fragen, auf die dabei eingegangen wird:

  • Was tue ich mit meiner Tat den Opfern an?
  • Was tue ich mir damit an (z. B. verpasste Lebensjahre, finanzielle Folgen)?
  • Was tue ich meiner Familie damit an?

Dieses Angebot richtet sich an Jeden, der Interesse an unserem Verein hat.

Die Multiplikatorenveranstaltungen werden individuell gestaltet. Je nach Gruppengröße, Fachrichtung oder Altersstufe werden die Veranstaltungen nach Ihren Wünschen ausgerichtet.

Dieses Projekt bieten wir an folgenden Standorten an:

  • Hamburg
  • Schleswig-Holstein
  • Bremen
  • Hannover
  • NRW

Interesse an unseren Projekten? Weitere Informationen und Buchung telefonisch oder per E-Mail.